Wanderfisch

Ein Verbundprojekt von Leibniz-IGB und BildungsCent im Wissenschaftsjahr 2016*17

Im Rahmen unseres Projektes "Wanderfisch" schickten Kinder und Jugendliche den Stör auf Reisen. | Foto: Philipp Freudenberg

Wir am Leibniz-IGB teilen unser Gewässerwissen gern, vor allem mit Kindern und Jugendlichen. Im inzwischen abgeschlossenen Wissenschaftsjahr 2016*17 haben wir deshalb mit Groß und Klein den Stör und seinen Lebensraum erkundet. Störe gehören zu den faszinierendsten und am stärksten bedrohten Fischarten in Deutschland. An ihrer Lebensweise lassen sich Themen wie Artenschutz, Gewässerverbauung und -verschmutzung, die Verbindung von Fluss und Meer anschaulich und praxisnah vermitteln. 

In Rahmen des Verbundprojekts Wanderfisch entwickelten wir gemeinsam mit unserem Partner BildungsCent e.V. neue Formate der Wissensvermittlung, um Kinder und Jugendliche zum Mitmachen, Lernen und Gestalten anzuregen. Eine Auswahl dieser Materialien steht Ihnen dauerhaft als Download zur Verfügung. Die Teilnahme an Besatzaktionen ist in den Frühsommer- und Herbstmonaten immer noch möglich.

Hintergrund

Wanderfische wie Stör, Lachs, Maifisch, Schnäpel oder Aal verbinden auf eindrucksvolle Weise das Meer mit den Küstengebieten und unseren Fließgewässern. Während anderen Fischen ein einzelner Bach oder See als Lebensraum genügt, sind Wanderfische anspruchsvoll: Wie wir Menschen suchen sie für jede Lebensphase die passende Umgebung. Den Großteil ihres Lebens verbringen sie dabei im Meer, zur Vermehrung jedoch ziehen sie unsere Flüsse hunderte Kilometer hinauf.

Einst gehörten Störe – die größten Wander- und Flussfische unserer Breiten – zum festen Inventar europäischer Gewässer. Doch Wehre, Verschmutzung und Gewässerausbau versperrten den Tieren den Weg in ihre Laichgründe und entzogen den Fischlarven ihre Lebens- und Nahrungsgrundlage. Im Verbund mit einer nicht nachhaltigen Befischung brachen die Bestände gegen Ende des 19. Jahrhunderts dramatisch ein. Mittlerweile zählen unsere einheimischen Störe weltweit zu den am stärksten bedrohten Fischarten: In Deutschland gelten sie als ausgestorben, im übrigen Europa existiert nur noch ein einziger Bestand in Frankreich. Der Stör steht damit auch stellvertretend für die weltweite Biodiversitätskrise, von der die Unterwasserwelt besonders stark betroffen ist. Maßnahmen zum Schutz der Störe – wie die Verbesserung der Lebensräume – nützen auch anderen Arten sowie dem gesamten Ökosystem.

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Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane

Die Meeresforschung war Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Zu 71 Prozent bedecken Ozeane und Meere unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit Jahrhunderten; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane ging es um die Ergründung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wurde vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.

Projektsteckbrief

Laufzeit

01.09.2016
31.10.2017
Finanzierung

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

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